Whisky-Marinade an einem dry aged Clubsteak mit Babykartoffeln vom Grill

Montag, Juli 11, 2016

Bereits vor einem Jahr schon habe ich meine eigene Rezeptur für eine Whisky-Marinade entwickelt, welche bei den Lesern sehr gut angekommen ist. Die Marinade schmeckt nicht nur schön rauchig durch die Whiskybeigabe, man kann sie zu eigentlich jeder Fleischart gebrauchen. Ob du nun ein gutes Stück vom Rind, einen Rollbraten vom Schwein oder ein schönes Lammnierstück verwendest, es gibt dem Fleisch eine herrlich leckere, rauchige Note der Gewürze sowie den anderen Zutaten in der Marinade. Gut verschlossen in einem Glas mit Schraubdeckel oder einer Flasche mit Schnappverschluss kann die Marinade gut mehrere Wochen gehalten und verwendet werden, da sie keine gärenden Zutaten beinhaltet. 

Bei meinem letzten Rezept für eine BBQ Whisky Marinade habe ich es mit getrockneten Kräutern hergestellt welche ich bei diesem Mal mit frischen Kräutern ersetzte. Auch die getrockneten Chilikernen habe ich durch frische Chilischoten ersetzt, welche für mich die leichte Schärfe der Marinade noch ein kleines bisschen besser hervorhebt. Du magst es noch etwas schärfer? Einfach so viel Chilischoten verwenden wie du es für richtig hältst.

Damit das dry aged Clubsteak den Geschmack der Marinade so richtig schön annimmt, habe ich es eine Stunde vor dem Grillieren aus dem Kühlschrank genommen, mariniert und an die Zimmertemperatur anpassen lassen. Eine gut bewährte Methode ist zum Beispiel, wenn du das Fleisch inklusive der Marinade in einen Frischhaltebeutel gibst, die Luft sorgfältig herauspresst und dies so eine Stunde ziehen lässt. Der Hammer, habe ich fast vergessen zu erwähnen: das gute super Stück Fleisch hat ganze 380g gewogen! Der Wahnsinn!



Jetzt zu meiner Whyski-Marinade:

  • 3 EL Soja Sauce
  • 2 EL Sesamöl
  • 3 EL Worcestersauce
  • 3 EL Honig (Wildblütenhonig)
  • 6-7 EL Whisky (habe den Glen Scanlan Scotch Whisky verwendet)
  • 1 Chilischote
  • Frische Kräuter: 2 Zweige Thymian, 1 Zweig Rosmarin, 2 Zweige Oregano, 2 Zweige Majoran
  • 20g Rohrzucker
  • 3 EL Tomaten Püree
  • 1.5 dl Wasser
  • 5-6 EL Olivenöl
  • 2-3 EL Senf scharf (oder auch mild)
  • Salz
  • Pfeffer

  • Pro Person ein dry aged Clubsteak
Am besten fängst du mit den Kräutern an, wobei du jeweils die Blättchen und die Nadeln der Kräuterzweige vorsichtig entfernst. Soviel ich weiss, kann man die Stiele vom Oregano und dem Majoran nicht mit essen. Schneide die Kräuter ganz fein oder gib sie in einen Chopper, danach gebe sie schon mal in ein Gefäss wo dann die anderen Zutaten noch mit hinein gegeben werden. Bei der Chilischote den Stiel entfernen, Schote der Länge nach halbieren und in feine Streifen schneiden. Gib dies nun zu den Kräutern. 

Nun kannst du die jeweiligen Zutaten in das Gefäss abmessen, verrühre alles, bis sich alle Zutaten schön gebunden haben. Falls die Sauce noch etwas zu flüssig sein sollte, einfach noch etwas Tomaten Püree nachgeben. Du kannst auch alles in einen Shaker geben und gut schütteln, damit sich die Zutaten schön verbinden können.

Zum Schluss habe ich die fertige Marinade in Fläschchen abgefüllt welche einen Schnappverschluss haben, so wie bereits oben erwähnt, in den Kühlschrank gestellt wo man sie dann gut ein paar Wochen halten kann. Und sobald du ein schönes Stück Fleisch braten oder grillieren möchtest, einfach die Marinade aus dem Kühlschrank nehmen und das Fleisch damit schön einreiben damit es sich darin entfalten kann :D.

Zu diesem guten Stück Fleisch habe ich noch Babykartoffeln vom Grill gemacht. Diese habe ich zuvor jeweils halbiert und in Olivenöl, gehacktem Rosmarin und Thymian sowie Salz und Pfeffer mariniert wurden und ca. 30 Minuten bevor das Fleisch auf den Grill kam bei mittlerer Stufe in Aluminiumformen schön knackig und goldbraun gegrillt.

Gleich nach dem die Kartoffeln fertig sind, erhöhst du die Hitze vom Grill auf die Höchststufe (direktes Grillen auf dem Gasgrill), welche bei mir über 350 Grad betrug. Das Fleisch kam dann direkt auf den Gitterrost und wurde von jeder Seite je knappe 2 Minuten gegrillt. Danach sofort vom Grill nehmen, mit Alufolie bedecken und genau so lange stehen lassen wie es auf dem Grill war (demnach knappe 4 Minuten). Wenn du es genau so gerne magst wie ich mit diesem Garpunkt, dann wirst du es lieben ;). Natürlich darf das Fleisch auch länger auf dem Grill bleiben, wenn du es lieber durch oder medium rare magst.


Verfeinert wurde das Fleisch noch mit einer selbstgemachten Kräuterbutter, die ich mit Basilikum, Rosmarin, Thymian, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer hergestellt habe. 

Alle Kräuter werden ganz fein gehackt. Die Butter nimmst du vor der Herstellung der Kräuterbutter aus dem Kühlschrank, damit sie schön weich werden kann. So bald dies der Fall ist, können alle Zutaten in einer Schüssel vermengt und abgeschmeckt werden, wie es einem gefällt.


Zum Schluss nur noch in Klarsichtfolie einrollen und im Kühlschrank oder Tiefkühler hart werden lassen. Normalerweise ist so eine selbstgemachte Kräuterbutter ca. 2 Monate im Tiefkühler gut haltbar.


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