Pizza wie beim Italiener - der für mich beste Pizzateig

Donnerstag, Februar 04, 2016

Möchtest du eine Pizza so hinbekommen wie du sie vom Italiener kennst? Das geht, ist so lecker und vieeel günstiger ist es auch noch ;).

Bis ich allerdings zu dem für mich wirklich perfekten Rezept gelangt bin, hat es schon an einigen Pizzen gegeben die ich essen musste. Ich versuchte es mit der Schnellvariante mit Backpulver – da war mir der Teig aber schon als Rohling zu fest und beim Essen der Rand einfach zu hart, dann mit Hefe vom Würfel – wobei ich dann aber den Hefegeschmack zu sehr rausschmeckte und mir der Pizzaboden dann trotz dünnem Ausrunden zu schwer war und mit der Mengenangaben von Wasser/Mehl auch irgendwie nicht zufrieden war.
Dann kam ich bei der Suchmaschine auf den coolen Typen Gennaro Contaldo, dem früheren Mentor von Jamie Oliver und fand da eines seiner Videos, wie er ganz einfach eine Pizza herstellt. Nach dem ich mir dann die Zutaten so wie er zusammengestellt habe und danach damit die erste Pizza gebacken habe, ist für mich der Fall klar: NUR  NOCH SO! Dabei verwendet er auch etwas Hartweizengries, was den Pizzaboden und den Verzerr noch viel schmackhafter macht. Ich selbst kannte diese Variante so tatsächlich noch nicht und bin nun zu dem für mich perfekten Pizzateig gekommen.



Zur Vorbereitung (ergibt 4 Pizzen):

  • 500g Weissmehl
  • 325ml lauwarmes Wasser
  • 1 Pk. Trockenhefe (7g)
  • Etwas Salz
  • Etwas Hartweizengriess für die Teiglinge
Die Pizzasauce:

  • ca. 250ml passierte Tomaten
  • ein paar Tropfen Olivenöl
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer
  • 2 EL Oregano
Alles in einer Schale gut verrühren und ca. 1 Stunde schön ziehen lassen.

Zum Pizzateig:

In eine Schüssel das Mehl und Salz beigeben und gut untereinander mischen. Das Wasser lauwarm einstellen und die angegebene Menge abfüllen, danach das Trockenhefe beigeben und gut verrühren.

Nun gebe das zu dem Mehl und verknete alles zu einem schönen Teig. Ich habe hierfür wieder die Küchenmaschine verwendet und in langsamem Gang 7 Minuten kneten lassen.

Danach nimmst du den Teig auf eine mit Mehl bestäubte Arbeitsfläche, knetest ihn nochmals kurz durch und teilst ihn dann in vier gleiche Portionen. 


Die Teiglinge formst du nun rund, bereitest ein Blech vor welches du mit wenig Mehl und – hier kommts – etwas Hartweizengries bestreust und legst die Teiglinge drauf. 


Jetzt noch mit etwas Mehl bestäuben und mit feuchtem Tuch bedeckt ca. 2 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich mindestens verdreifacht haben.


Auch wenn diese Ruhezeit einem sehr lange vorkommt, es lohnt sich! Wer die Pizza dann auf einem Pizzastein backen möchte, sollte den Ofen so ca. 30 Minuten vor dem Backen mit Pizzastein auf so hoch wie nur möglich aufheizen (Gitterrost war bei mir auf zweitunterster Reihe mit Pizzastein). Bei mir ging das gerade mal bis zu 275 Grad, was aber gut reicht.

Die Teiglinge werden demnach kurz bevor die Aufheizzeit durch ist zu Pizzen fertig gemacht. Hier nimmst du wieder etwas Mehl um die Arbeitsfläche zu bestäuben, etwas vom Hartweizengries noch dazu und lege nun das Teigstück hin und drücke es mit geballter Faust nach unten und bearbeite es nun so, dass du eine schöne dünne Fläche für den Belag erhältst.

Bei meinem Pizzastein wurde noch ein Blech mitgeliefert, welches gut für den Einschuss eignet in dem man vorher auch noch wenig Mehl darüber stäubt um die Pizza gut auf den Stein zu bekommen. Ansonsten einfach ein Backpapier mit etwas Mehl bestäuben, so bringst du die Pizza auch ganz locker auf den Stein. Wer die Pizza aber einfach auf dem Backblech backen will, einfach Backpapier auslegen und den Teig darauf ausdehnen.

Ich hab dann gleich das Blech dazu verwendet und die Pizza darauf vorbereitet.


Nehme nun pro Pizza ca. eineinhalb Esslöffel Sauce und verteile es schön von Innen nach Aussen:


Danach habe ich nochmals ein paar Tropfen Olivenöl darüber geträufelt. Jetzt kommt der Belag. Bei mir gab es eine ganz dezent belegte Pizza mit Speck und Mozzarella. Bei der Grösse der Pizza empfiehlt es sich nicht mehr als 50g Mozzarella pro Pizza zu verwenden, da sonst die Pizza eher zu fettig und flüssig wird. Bevor ich die Pizza nun in den Ofen schob, habe ich dann nochmals ganz wenig Olivenöl darüber geträufelt. Die Pizza wird nun auf dem Pizzastein "geschossen" und benötigt gerade mal knappe 7 Minuten bis sie gut ist.


Übrigens funktioniert das mit diesem Rezept auch wunderbar auf dem Grill. Einfach den Pizzastein bei direkter Hitzezufuhr ca. 30 Minuten aufheizen und danach die Pizza ebenfalls ca. 7 Minuten backen lassen.


Fazit: Durch dieses Rezept mit der Zugabe von wenig Hartweizengriess und der langen Dauer des Teiglingverfahrens, lernte ich das Pizza-Feeling zu Hause so richtig geniessen. Der Pizzateig verleiht nämlich durch den Hartweizengriess einen richtig schönen und krossen Boden, der Rand ist weder trocken noch zu hart und selbst ich, die beim Italiener oder sogar bei den sonstigen selbstgemachten Pizzen den Rand eigentlich nicht mit ass, habe die GANZE Pizza gegessen. So schön knackig und knusprig - ach - dich liebe Pizza, werde ich nur noch so zubereiten :D.


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