Luzerner Pastetli

Dienstag, September 22, 2015

Das Luzerner Chügelipastetli-Gericht ist ein traditionelles, Schweizer Fleischgericht, welches erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt wurde. Der Name "Chügelipastetli" hat jedoch nicht der Ursprung aus den Fleischkügelchen die im Rezept enthalten sind, sondern eigentlich daher, dass die ursprüngliche, auch "Fritschipastete" genannt, eher einer Kugel glich. Im Verlaufe der Zeit hat sich aber auch die Zusammensetzung an Zutaten und auch die Form der kleinen Pastetchen bewährt und ist auch heute noch in Luzern ein beliebtes Essen. Ursprünglich werden eigentlich auch noch in Cognac eingelegte Rosinen mit in die Pastetenfüllung genommen. Da ich die aber gar nicht mag, liess ich sie einfach weg. 

Damit du nicht nach Luzern fahren musst um diese leckeren Pastetli essen zu können, lässt sich das auch, egal wo, sehr gut selbst herstellen. In den meisten Supermärkten gibt es die vorgefertigten Blätterteig-Pastetli, die du nur noch kurz im Ofen erwärmen musst. Selber machen ist natürlich auch möglich, braucht aber schon etwas Zeit und vorallem muss man gucken dass man genügend Schichten aufreiht, sonst hat man nur ein kleines flaches Türmchen mit ganz kleinem Füllraum. Die Fleischkügelchen gibt es meines Wissens her in den meisten Supermärkten auch schon vorgefertigt.



Rezept für 4 Personen:

  • 300g Kalbsfleisch z.B von der Schulter
  • Bratcréme zum braten
  • 1 Zwiebel
  • 150g Champignons
  • *300g Brätkügeli
  • 3-4 EL Mehl
  • 5dl Rindsbouillon
  • 1.5dl Weisswein
  • 1-2 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 8 Stk. Pastetli

*Wenn du die Kügelchen mit frischem Brät herstellen möchtest, einfach 50/50 Kalbs-/Schweinsbrät verwenden und mit einem Dressiersack Kügelchen in gesalzenes, kochendes Wasser spritzen.

Die Zwiebel schälen und grob würfeln. Champignons waschen und in Scheibchen schneiden. Diese beiden stellst du erstmal beiseite. Die Fleischbouillon und den Wein schon mal abmessen, Mehl vorbereiten, ebenflass beiseite stellen. 

Das Kalbsfleisch schneidest du in kleine Würfel, erhitzt eine beschichtete Bratpfanne mit Bratcréme und bratest die Würfel darin rundum gut an. Danach von der Pfanne nehmen und auf einen Teller geben, mit Salz und Pfeffer würzen.

Jetzt nochmals etwas Bratcréme erhitzen (selbe Pfanne) und die Zwiebel sowie Champignons darin anschwitzen. Nach ein paar Minuten gibst du das Mehl (dient zum Binden der Sauce) hinzu, bratest es ganz kurz mit während du Umrührst und löscht es danach mit dem Wein und der Bouillon ab. Lorbeerblatt sowie Nelken dazu geben und auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Nach ein paar Minuten gibst du die Brätkügelchen und das Kalbfleisch dazu, nochmals ungefähr 10 Minuten ziehen lassen. Durch das Mehl bindet sich die Sauce, sollte allerdings nicht zu fest sein.


Unterdessen die Pastetli vorbereiten. Jeweils das Deckelchen entfernen und mit dem Pastetli auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, in den noch kalten Ofen schieben, bei 180 Grad solange drin behalten bis die Deckeli goldbaraun sind. Danach aus dem Ofen nehmen, mit der Füllung füllen und sofort servieren. Bei mir gab es Rucola-Salat als Beilage, es passen aber auch Erbsen und Karotten, Rösti, Pommes, Kartoffelstock oder Reis.

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